Auch i-PÄD ist Teil des Netzwerkes. Meldet euch an unter: launch@benedisk.de

Informationen

Verschiedene Studien und Erfahrungen aus der Beratungspraxis und Präventionsarbeit belegen zahlreiche und unterschiedliche Diskriminierungen im Bildungsbereich. Über deren Ausmaß und Erscheinungsformen gibt es nach wie vor zu wenig Bewusstsein. Insbesondere wirken sich Dis- kriminierungen negativ auf die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen aus. Bei Diskriminierungsvorfällen an Schulen und Kitas wissen viele Betroffene und Beteiligte oft nicht, dass es sich um Diskriminierung handelt. Werden Diskriminierungen erkannt, fehlt es zumeist an Wissen und Möglichkeiten wirksam dagegen vorzugehen. Zur Bearbeitung einer Diskriminierungsbeschwerde in Schule und Kita fehlt es an einer klaren Definition von Diskriminierung im Berliner Schulgesetz. Es mangelt an gesetzlichen Regelungen bzgl. Zuständigkeit, Verfahren, Beweisregelung, Viktimisierungsschutz, Sanktionsmöglichkeiten und einem formalen Beschwerdeverfahren. Die Umsetzung einer diskriminierungsfreien Bildung, einschließlich des Zugangs dazu, liegt in erster Linie in der Verantwortung von Politik und Verwaltung, bei den Kitas und Schulen und ihren Trägern. Ihr Auftrag beruht auf gesetzlichen Grundlagen und verpflichtet diese zum Handeln. Sich für ein diskriminierungsfreies Bildungssystem einzusetzen, obliegt jedoch der gesamten Gesellschaft. BeNeDiSK hat diese Eckpunkte für Empfehlungen zur Einrichtung einer wirksamen, unabhängigen, weisungsungebundenen Informations- und Beschwerdestelle in Berlin erarbeitet und lädt Sie zur #Vorstellung #Kommentierung #Diskussion ein.

Ablauf

  • 18:00 Uhr Willkommen und Vorstellung des Netzwerks
  • 18:15 Uhr Präsentation des Positionspapiers
  • 18:45 Uhr Kommentierung durch Expert_innen:

Schlenzka, N. (Antidiskriminierungsstelle des Bundes, ADS)

Prof. Dr. I. Attia (Alice Salomon Hochschule, ASH)

J.K. Aikins (Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V., ISD)

Dr. S. Arnade (Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V., ISL)

Liehr, B. (Schüler_innenperspektive)

  • 19:30 Uhr Nachfragen/ Diskussion
  • ab 20 Uhr Come together mit Snacks und Getränken

Weiter Informationen unter:

www.benedisk.de
www.nw-diskriminierung-berlin.de

Wann
09. März 2016 ab 18 Uhr
Wo
Theater28, Rathenower Str. 16 - 17 in 10559 Berlin-Tiergarten (S Bahn Bln-Hbf/ Bus 123 oder U-Bahn 9 Turmstr./Bus 187)

Der Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht. Bitte geben Sie ggf. Unterstützungsbedarfe bei der Anmeldung an.

Beide Basisworkshops sind voll!

Wir freuen uns über die große Resonanz auf unsere beiden Basisworkshops. Nun sind alle Plätze belegt. Vielen Dank! Wir sehen uns im März und April! Eurer i-PÄD-Team

Bitte nicht mehr anmelden!

Das Wort „Diskriminierung“ ist in aller Munde und Ausschlüsse sind täglich Thema – auch in Kita, Schule und Jugendeinrichtungen. Was ist das eigentlich genau? Und wie können wir als Pädagog_innen damit umgehen? In unserem Basisworkshop wollen wir uns damit beschäftigen wie pädagogische Arbeit diskriminierungssensibel ablaufen und gestaltet werden kann. Dazu gehört z.B. die Kinder und Jugendlichen, mit denen wir arbeiten, in ihrer Verschiedenheit wahrzu-nehmen und doch als gleichberechtigt zu behandeln. Dazu wollen wir euch aus unserer Praxis verschiedenen Methoden vorstellen, mit de-nen wir arbeiten. Es gibt Platz für Diskussionen und Fragen, für Selbsterfahrung sowie kurze Praxisinputs von unserer Seite.

Wir als Team von Pädagog_innen, Erzieher_innen, Sozialarbeiter_innen, Politikwissen-schaftler_innen und Psycholog_innen bieten unterschiedliche Sichtweisen auf die Thematik und sind gespannt auf euch und alles was ihr mitbringt.

Wir hoffen ihr seid dabei!

Die Teilnahme an dem Workshop ist KOSTENFREI und setzt keine Vorkenntnisse voraus.

Bitte nicht mehr anmelden!

Wann
Samstag, den 16.04.2016 (11 – 17 UHR)
Wo
Exerzierstr. 28, 13357 Berlin

Ihr findet uns in der Exerzierstr. 28, 13357 Berlin Wedding. Öffentlicher Nahverkehr: Der U-Bhf. Osloer Str., (UBahn Ausgang „Heinz-Galinski-Str.“) ist 500m entfernt. Der Laden ist im Erdgeschoss, es gibt keine Treppen, aber eine halbe Stufe im Eingang. Die Räumlichkeiten sind rollstuhlgerecht, die Toiletten/Sanitäranlagen jedoch nicht. Eine rollstuhlgerechte Toilette ist in der Heinz-Gallinksi-Str.1, im Haus B des Jüdischen Krankenhauses (130m entfernt) zu finden.

Es ist mal wieder so weit:
I-Päd bietet einen Basisworkshop zu intersektionaler Pädagogik an!

Das Wort „Diskriminierung“ ist in aller Munde und Ausschlüsse sind täglich Thema – auch in Kita, Schule und Jugendeinrichtungen. Was ist das eigentlich genau? Und wie können wir als Pädagog_innen damit umgehen? In unserem Basisworkshop wollen wir uns damit beschäftigen wie pädagogische Arbeit diskriminierungssensibel ablaufen und gestaltet werden kann. Dazu gehört z.B. die Kinder und Jugendlichen, mit denen wir arbeiten, in ihrer Verschiedenheit wahrzu-nehmen und doch als gleichberechtigt zu behandeln. Dazu wollen wir euch aus unserer Praxis verschiedenen Methoden vorstellen, mit de-nen wir arbeiten. Es gibt Platz für Diskussionen und Fragen, für Selbsterfahrung sowie kurze Praxisinputs von unserer Seite.

Wir als Team von Pädagog_innen, Erzieher_innen, Sozialarbeiter_innen, Politikwissen-schaftler_innen und Psycholog_innen bieten unterschiedliche Sichtweisen auf die Thematik und sind gespannt auf euch und alles was ihr mitbringt.

Wir hoffen ihr seid dabei!

Die Teilnahme an dem Workshop ist KOSTENFREI und setzt keine Vorkenntnisse voraus.

BITTE NICHT MEHR ANMELDEN!!

Wann
Samstag, den 12.03.2016 (11 – 17 UHR)
Wo
Exerzierstr. 28, 13357 Berlin

Ihr findet uns in der Exerzierstr. 28, 13357 Berlin Wedding. Öffentlicher Nahverkehr: Der U-Bhf. Osloer Str., (UBahn Ausgang „Heinz-Galinski-Str.“) ist 500m entfernt. Der Laden ist im Erdgeschoss, es gibt keine Treppen, aber eine halbe Stufe im Eingang. Die Räumlichkeiten sind rollstuhlgerecht, die Toiletten/Sanitäranlagen jedoch nicht. Eine rollstuhlgerechte Toilette ist in der Heinz-Gallinksi-Str.1, im Haus B des Jüdischen Krankenhauses (130m entfernt) zu finden.

1990 wurde Homosexualität von der Weltgesundheitsorganisation als Diagnose aus dem ICD gestrichen und nicht weiter als Krankheit erfasst. Seit 2004 wird dieses Ereignis jährlich mit dem „International Day Against Homophobia” (IDAHO) bzw. als IDAHOT* oder IDAHI*T*(Wobei das T* für trans- und das I* für intergeschlechtlich steht) zelebriert. Doch rechtliche Verbesserungen schaffen nicht automatisch gesellschaftliche Akzeptanz. So ist z.B. Transsexualität weiterhin als eine „Identitätsstörung“ im ICD aufgeführt und den diesjährigen Demonstrationen gegen den „Bildungsplan 2015“ schließen sich Menschen an, die ihren homophoben Positionen Luft machen wollen. Dies sind nur zwei Beispiele unter vielen. Fehlende Inklusion und Repräsentation von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, sowie Gewalttaten, die auf Homo-, Trans- bzw. Interfeindlichkeit zurückzuführen sind, sind andauernde gesamtgesellschaftliche Probleme in Deutschland.

Mit dem Bildungsplan 2015 wird ein Versuch gemacht, einen Ansatz der Erziehung zur Akzeptanz gesetzlich zu verankern. Wir sehen dies als einen großen Schritt und bedauern, feststellen zu müssen, dass in den Diskussionen um den Bildungsplan Stimmen laut wurden, die die Abbildung der vielfältigen Lebensrealitäten als die Verbreitung einer Ideologie von Minderheiten verstehen.

Die Initiative Intersektionale Pädagogik (i-PÄD) fordert, dass verschiedene Lebensrealitäten auch in der pädagogischen Arbeit repräsentiert werden sollen, damit Kinder sich in den Lehrmaterialien wiederfinden und ihr Leben und das Leben anderer als Normalität wahrnehmen können. i-PÄD befürwortet eine allgemeine Sensibilisierung gegenüber Gewalt und Diskriminierungen. Mit verschiedenen Lebensrealitäten sind demnach auch gemeint: das Leben mit/ohne Behinderungen und chronischen Krankheiten, verschiedenen Lebensalter, Weltanschauungen, Sprachen, Herkunft, sozialen Status, Geschlecht und Geschlechtsidentitäten usw.

Jeder Mensch hat eine Geschlechtsidentität, die mit gesellschaftlichen Erwartungen belegt ist. Wir alle unterliegen Zwängen – einige Menschen gehen konform und merken sie deswegen nicht.

Jeder Mensch hat eine Weltanschauung. Vielleicht entspricht sie zu dieser Zeit an diesem Ort einer dominanten Überzeugung und wird deswegen als „neutral“ wahrgenommen.

Jeder Körper eines Menschen ist anders und in seiner Individualität besonders. Viele erleben die gesellschaftlichen Ideal- und Normvorstellungen von Aussehen und Geschlecht als Einschränkung und nicht als Bereicherung.

Jeder Mensch hat ein Lebensalter und wird Zeit seines Lebens Diskriminierung als „zu jung“ oder „zu alt“ erfahren.

Nur weil wir Diskriminierung nicht wahrnehmen, heißt es nicht, dass es sie nicht gibt. Es gibt keine neutralen Menschen! Diskriminierung ist ein Thema, was alle Menschen angeht! Die Vielfalt der derzeitigen Lebensrealitäten darzustellen, hat etwas mit einer Erziehung zur Akzeptanz zu tun.

Die momentane Situation des Bildungssystems entspricht einer ideologischen Erziehung, in der es darum geht, ein dominantes Weltbild zu vermitteln, dass sich auf das Idealbild einer heterosexuellen Kleinfamilie bezieht, das laut statistischen Bundesamt schon seit den 1950er Jahren nicht mehr der Realität entspricht. „Patchwork-“ und „Regenbogenfamilien“, aber auch viele „Alleinerziehende“ beschreiben die derzeitige Lebensrealität vieler Menschen. Kaum ein Kind lebt in einer Familie, die dem gesellschaftlichen Ideal einer lebenslangen Eheschließung eines heterosexuellen Ehepaares entspricht. Trotz der Ferne zur Realität, wird Kindern durch Lehrkräfte und Lehrmaterialien gezeigt, dass das „normale“ Beziehungsmodell weiterhin Mutter-Vater-Kind ist, dass die Familie Yilmaz immer Obst verkauft, anstatt eine Arztpraxis zu leiten, und die spielenden Kinder auf dem Hof sich zu Fuß und nicht mit Rollstuhl fortbewegen. Jede Form von Äußerung und Darstellung ist eine Form von Erziehung. Tagtäglich findet Erziehung überall statt.

Wir fordern, dass sich pädagogische Fachkräfte, in Bezug auf alle Diskriminierungsformen fortbilden und sich mit Gewaltprävention beschäftigen. Wir fordern von Erziehungsberechtigten und Bezugspersonen, Kinder auch nach der Schule zur Akzeptanz zu erziehen und sich für die Vielfalt der Gesellschaft auszusprechen. Wir fordern Lehrmaterialien, in dem Homo-, Trans* und Inter*-Sexualität kein Sonderthema ist, sondern ein fester Bestandteil der dargestellten Beziehungskonstellationen, in denen verschiedene Lebensrealitäten gleichberechtigt eine aktive Rolle einnehmen und nicht zum einmaligen Studieninhalt werden. Wir fordern keine Lippenbekenntnisse, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Diskriminierung – trotz der Verankerung im Bildungsplan werden Ausschlüsse weiterhin stattfinden, wenn nicht eine tiefgreifende Veränderung stattfindet.

Darüber hinaus appellieren wir an die Regierung, die Pathologisierung und Stigmatisierung von Trans* und Inter*-Menschen zu beenden. Jegliche Beziehungskonstellationen, die eine rechtliche Anerkennung wünschen, sollen diese gleichberechtigt mit der heterosexuellen Ehe auf juristischer, institutioneller und staatlicher Ebene bekommen.

Die Initiative Intersektionale Pädagogik (i-PÄD) arbeitet mit dem Grundsatz, dass alle Identitäten wertvoll sind und es verdienen positiv repräsentiert zu werden. Wir wollen Kindern und Jugendlichen schon in ihren ersten Lebensjahren ein stabiles Selbstwertgefühl ermöglichen. Wir geben Trainings für angehende Erzieher_innen und Sozialarbeiter_innen, sowie Menschen, die bereits in sozialen Berufen tätig sind, um ihnen Werkzeuge anzubieten, mit denen sie ihr Gegenüber in ihrer Entwicklung unterstützen können und zur mehr Akzeptanz von Vielfalt zu erziehen.

Zum neuen Jahr haben wir endlich die lang erwartete Intersektionale Pädagogik – Handreiche für Sozialarbeiter_innen, Erzieher_innen, Lehrkräfte und die, die es noch werden wollen veröffentlicht.

Dazu gibt es den Respect Guide – Leitfaden für einen respektvollen Umgang miteinander und ein Plakat einer Methode namens Deniz, die wir oft als Einstieg in die Thematik der Intersektionalität nutzen. Zu finden sind diese unter „Materialien“ und „Methoden“. Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren!

Wir freuen uns euch mitteilen zu können, dass wir ab jetzt ein Teil des Dachverbandes Migrationsrat Berlin Brandenburg e.V. sind.

Seit Anbeginn unserer Arbeit als unabhängige Initiative agierend, haben wir uns nach 2,5 Jahren bei Gladt e.V. für einen Umzug zum Migrationsrat entschieden. Es erwarten euch und uns spannende Kooperationen, Fachtagungen, Workshops etc.

Unser neuer Träger:

Migrationsrat Berlin-Brandenburg e.V.
Oranienstr. 34
10999 Berlin

Tel: +493061658755
Fax: +493061658756
www.mrbb.de

i-Päd geht online!

Nachdem unser Projekt „i-Päd – intersektionale Pädagogik“ seit fast einem Jahr besteht und immer mehr Interesse bei (angehenden) Pädagog_innen, Sozialarbeiter_innen, Heilpfleger_innen und allgemein bei Menschen weckt, die mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten (werden), haben wir uns entschlossen online zu gehen und somit die Inhalte unserer Arbeit mehr Menschen zugänglich zu machen.

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